Katholische Kirche St. Thomas Morus
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Freundeskreis Kongo zur Unterstützung der Heimatgemeinde von Jean Lukombo

Jean Lukombo, Pfarrvikar in unserer Gesamtkirchengemeinde, kehrt im Herbst 2022 in seine kongolesische Heimat, nach Matadi, zurück. Um mit ihm und seiner Heimatgemeinde in Kontakt zu bleiben und seine Arbeit vor Ort zu unterstützen, gründet sich aktuell der Freundeskreis Kongo in unserer Gesamtkirchengemeinde.

 

Das erste Projekt, Spenden für eine „Dienstwagen“ zu sammeln, den Jean für seine Arbeit mit den Menschen im Kongo nutzen kann, wurde bereits begonnen und bis zum benötigten Betrag von 25.000 EUR sind zumindest schon erste kleine Schritte getan.
 
Für diese Unterstützung braucht es jetzt und in Zukunft Menschen, die sich engagieren und sich mit ihren vielfältigen Fähigkeiten einbringen. 

Im Interview erklärt Jean Lukombo seine Motivation zur Rückkehr und die Rahmenbedingungen seiner Arbeit im Kongo:

 

Lieber Jean, wie kamst Du damals, 2006, nach Deutschland?

 

Den Anfang genommen hat alles mit einer zufälligen Bekanntschaft mit zwei deutschen Brüdern aus Eutingen. Sie waren 1998 in meiner Heimatdiözese Matadi zu Besuch bei Pf. Philippe Dinzolele, den sie zu dessen Promotionszeit in Deutschland kennen gelernt hatten. Ein Besuch mit Folgen für mich. Ich durfte die beiden Gäste mitbetreuen, ohne ihre Sprache zu können. Aus dieser Begegnung ist so eine enge Freundschaft entstanden, dass sie mich ein Jahr später nach Deutschland einluden. Zwei weitere Aufenthalte folgten. Ich brachte mir die Grundlage der deutschen Sprache bei, und am 1. Advent 2006 kam ich als Fidei Donum-Priester nach Oberkochen. Von dort wechselte ich nach Oberndorf am Neckar, um neben meiner priesterlichen Tätigkeit als Pfarrvikar meine Promotion in Tübingen und später in Innsbruck besser durchführen zu können. Überall fand ich Zuneigung und Unterstützung. Nun bin ich seit fast fünf Jahren in Stuttgart als Seelsorger in der Gesamtkirchengemeinde Johannes XXIII. tägig und bin hier heimisch geworden. Ich habe meine Promotion vor einigen Jahren erfolgreich beendet und bin inzwischen sogar deutscher Staatsbürger. Ich könnte hier bis an mein Lebensende bleiben …

 

Was bewegt Dich jetzt dazu, in den Kongo zurückzukehren?

 

Eine innere Stimme. Seit einigen Jahren schon höre ich ihren eindringlichen Ruf, in mein Geburtsland zurückzukehren. Ich lasse es zu im tiefen Glauben daran, dass Gott mich dadurch anspricht. Bei meiner Versetzung von Oberndorf nach Stuttgart war geplant, dass ich hier zwei Jahre bleiben werde. In der Zeit der Vakanz war es mir wichtig, hier zu sein und die Menschen, die mir in Stuttgart ans Herz gewachsen sind, nicht im Stich zu lassen. Nun aber habe ich mich in Absprache mit meinem Heimatbischof und der Diözese Rottenburg-Stuttgart zur Rückkehr entschlossen. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht. Viele Menschen hier werde ich sehr vermissen und werde auf jeden Fall den Kontakt aufrechterhalten. Ich plane, künftig immer wieder nach Deutschland zu reisen, um liebgewonnene Menschen wiederzusehen und von meinen Projekten zu berichten. Und ich würde mich auch sehr freuen, wenn Mitglieder aus unserer Gesamtkirchengemeinde zu Besuch in den Kongo kommen.

 

Bis zum Herbst sind noch einige Monate Zeit. Sicher machst Du Dir aber schon intensiv Gedanken, welche Vorbereitungen zu treffen sind …

 

Die Rückkehr in meine Heimat Matadi ist für mich ein finanzieller Kraftakt. Auch weil die Erwartungen meiner Landsleute an mich, der ich aus einem der reichsten Länder der Welt zurückkehre, sehr groß sind. Deshalb steht für mich jetzt besonders im Vordergrund, möglichst viel an Hilfsgütern m Kongo zu organisieren. Dabei gibt es neben den Kosten für den Transportcontainer ein konkretes weiteres Anliegen: In meiner Heimatdiözese Matadi benötige ich dringend ein Auto. Es würde nicht nur dazu dienen, die in der Ferne liegenden Gemeinden zu erreichen, sondern auch dazu, notleidenden Mitmenschen zu Hilfe zu kommen. In meiner seelsorgerlichen Tätigkeit im Kongo soll das Leitwort „Heil an Seele und Leib“ gelten. Und so wird dieses dringend benötigte Fahrzeug sicher auch als „Krankenwagen“ gebraucht, um Schwererkrankte so schnell wie möglich aus dem Hinterland in ein Krankenhaus in der Stadt zu bringen. Aufgrund meiner kontinuierlichen finanziellen Unterstützung der Menschen im Kongo in den vergangenen Jahren konnte ich keine entsprechenden Rücklagen bilden, um einen Autokauf für die Gemeinde aus meinen eigenen privaten Mitteln zu stemmen. Ich bettle nicht gern, aber hier ist meine Heimatgemeinde auf Mithilfe von anderen angewiesen.

 

Wie kann man Dich am besten unterstützen? Hilft es weiter, wenn hier jemand einen Gebrauchtwagen spendet?

 

Wichtig ist, dass das Fahrzeug für die Straßenverhältnisse im Kongo tauglich ist und eine Weile hält. Dazu muss das Auto ohne Elektronik auskommen. Nur so ist es möglich, dass der Wagen auch mit den vor Ort vorhandenen Mitteln repariert werden kann. Ein entsprechender Gebrauchtwagen wäre sicher der kostengünstigste Weg. Es lässt sich zurzeit allerdings kaum ein elektronikfreier Allradwagen finden. BEGEGA, ein kirchlicher Dienstleiter, der Missionare in Entwicklungsländern ausstattet, unterhält genau für solche Zwecke Rahmenverträge mit Automobilherstellern, die entsprechende Modelle im Angebot haben. Dort habe ich mich erkundigt. Für die Zwecke, für die ein Auto in Matadi zum Einsatz kommen soll, raten sie zu einem Toyota Landcruiser. Dieser würde rund 40.000 Euro kosten, kann auf Bestellung produziert und direkt in den Kongo überführt werden. Kostenmäßig kann die Diözese im Kongo eine solche Summe nicht stemmen.

 

Gerne wollen wir Deine Heimatdiözese – gemeinsam mit den Unterstützern aus Deinen bisherigen Wirkungsstätten in Deutschland – bei der Finanzierung unterstützen. In unserer Gesamtkirchengemeinde Johannes XXIII. haben wir dazu den Freundeskreis Kongo gegründet.

 

Ich bin zutiefst dankbar für die große Unterstützung aus den Gemeinden hier in Deutschland, auf die die Diözese in Matadi bereits in den vergangenen Jahren immer wieder zählen durfte. Durch viele kleine einzelne Spenden und auch einige größere konnte bereits ein Traktor finanziert werden, der die Menschen bei der Feldarbeit entlastet. Und der Kongo-Verein in Oberkochen unterstützt seit langem Schulprojekte im Kongo. Wenn ich tatsächlich nach meiner Rückkehr mit einem „Dienstwagen“ ausgestattet wäre, würde sich mein größter Wunsch erfüllen. Schon heute danke ich aus tiefsten Herzen allen, die dazu beitragen, den Menschen in meiner Heimat ein Stück mehr Sicherheit und Gesundheit zu ermöglichen. Und mir persönlich, dass ich in meinem Heimatland meiner seelsorgerlichen Berufung nachkommen kann.

 

Lieber Jean, danke für das Gespräch. Wir wünschen Dir alles Gute für Deine Vorbereitungen zur Rückkehr und freuen uns, dass wir Dir in den kommenden Monaten noch häufig in unseren Gemeinden begegnen können.

 

Wenn Sie die Anschaffung eines Geländewagens für die Heimatgemeinde von Pfarrer Lukombo im Kongo unterstützen möchten, überweisen Sie Ihre Spende bitte mit dem

 

Stichwort „Freundeskreis Kongo“ auf das Konto unserer Gesamtkirchengemeinde Stuttgart Johannes XXIII.:
IBAN DE34 6005 0101 0001 3230 09

 

Ein herzliches Vergelt’s Gott allen Unterstützerinnen und Unterstützern!

 

Kath. Kirchengemeinde

St. Thomas Morus
Korianderstr. 34
70619 Stuttgart-Heumaden

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