Katholische Kirche St. Thomas Morus
Katholische Kirche St. Thomas Morus

Ausführliche Beiträge zur Ausgabe Feb./März 2020 

"Stein und Mörtel bauen ein Haus, Geist und Liebe schmücken es aus." 

 

Diese Worte stammen von einem Unbekannten, aber was hat das mit dem Gemeindespaziergang zu tun. Ganz einfach. Alte Gebäude, Fachwerkhäuser, mittelalterliche Stadtkerne mit einer langen Geschichte, die uns teilweise sehr nachdenklich gemacht hat, waren unsere Ziele 2019.

 

Unser erster Ausflug führte uns durch die Wiesen und Gärten bis nach Hedelfingen und wir kehrten in der alten, gemütlichen Weinstube ein.
Unser nächstes Ziel war Schorndorf und der reich geschmückte Osterbrunnen. Die Geschichte der Weiber von Schorndorf, die unter der Führung von Barbara Künkelin, kurz entschlossen die streitenden Militärhauptleute so lange eingesperrt haben, bis eine tragbare Lösung gefunden wurde, ist an einem Mosaik an der Rathausmauer angebracht.
Im Mai blieben wir in der Nähe und gingen nach Ruit, das erstmals 1173 als Rutte urkundlich erwähnt wurde. Auch hier fanden wir Gebäude mit einer langen Geschichte.
Zur Abwechslung ging es im Juni in den Wald. Wir fuhren mit der Bahn bis zum Waldfriedhof und gingen dann im schattigen Wald das Josefswegle entlang.
Unser nächstes Ziel lag im Nachbarkreis, dem Siebenmühlental: die Eselsmühle. Dort gab es viel zu sehen: die alten Gebäude, das Wasserrad du Tiere, natürlich auch Esel. Wir wissen jetzt auch, wie das Sprichwort „eine Eselsbrücke bauen“ entstanden ist.
Im August waren wir auf Schloss Solitude, schauten uns die Bauten und die Parkanlagen an. Wir besuchten den alten Friedhof und dort fanden wir auch die Namen, die uns alle aus der Geschichte bekannt sind. Sehr nachdenklich machte uns auch die Erkenntnis, dass in solch prächtigen Bauten nicht nur Glanz und heile Welt zu Hause waren, sondern auch Leid und Elend, denn das Schloss wurde auch als Lazarett benutzt.
Ein weiteres Stück Stuttgarter Geschichte, lernten wir im Weißenburgpark und im Teehaus kennen. An diesem angenehm warmen Tag wanderten wir von der Waldau durch den lichten Wald zum Teehaus und lernten die "Vergangenheit" des Parks und des Teehauses kennen.

Nun war es an der Zeit, das "Rätsel" um den armen Konrad zu lösen. Unser Weg führte uns nach Beutelsbach, der Wiege Württembergs. Hier erfuhren wir, dass der "arme Konrad" der Aufstand der Bauern, der Kaufleute und auch der Geistlichen im 16. Jahrhundert gegen der Herzog Ulrich war, der das "gemeine Volk" ausgelaugt und unterdrückt hat. Wir bummelten dann durch den Ort, vorbei an den vielen Fachwerkhäusern, gingen an den Weinbergen entlang durch eine alte Toreinfahrt und erfuhren von den Bewohnern die Geschichte der Gebäude aus dem 15. und 17. Jahrhundert. Unser letztes Ziel im Spaziergängerjahr war das mittelalterliche Esslingen mit seiner langen Geschichte. 

 

Nach jedem Spaziergang durfte auch die stärkende Schlusseinkehr nicht fehlen. Hier saßen wir in froher Runde zusammen und erfreuten uns den Köstlichkeiten des Lokals. 

 

Alle, die gerne in fröhlicher Runde einen Nachmittag verbringen wollen, laden wir heute schon dazu ein. Der Neustart ist voraussichtlich der Monat März 2020. 

 

Die Gemeindespaziergänger

Krippenspiel 2019 - Was hat wohl der Esel gedacht?

 
In St. Thomas Morus spielten auch 2019 wieder die Tiere im Krippenspiel eine zentrale Rolle. Ein Esel, ein Ochse, eine Ziege, zwei Katzen und zwei Mäuse nennen diesen Stall zu Bethlehem IHR Zuhause. Als plötzlich zwei fremde Menschen, eine hochschwangere Frau und ihr Mann, auftauchen und dort Unterschlupf suchen, sind die Tiere nicht gerade erfreut. Als dann auch noch das Kind dort in IHREM Stall zur Welt kommt, herrscht unter den Tieren große Aufregung. 
 
Die Tiere reagieren ganz unterschiedlich und zeigen damit die verschiedenen Facetten menschlicher Charakterzüge: Der Esel und der Ochse sind mürrische Zeitgenossen, die mit dem Kind nichts zu tun haben wollen. Sie sind drüber empört, dass ihre Nachtruhe gestört wurde und dass nun ein Neugeborenes in ihrem Futter liegt. Diese Empörung drücken Sie durch Manfred Siebalds Lied „Was hat wohl der Esel gedacht“ aus und posaunen sie lauthals in die Gemeinde: „Da hält mir das Kind doch zuletzt meine Krippe besetzt. Und er polterte völlig aufgebracht: Ich lasse ja manches mit mir geschehen, doch wenn sie mir an mein Futter gehen, ist’s mit der Liebe vorbei. Und er dachte an Stallmeuterei.“  Die Ziege und die Katzen sind freundlich und neugierig. Sie freuen sich über den Zuwachs und hoffen, mit dem Baby spielen zu können. Die Mäuschen bleiben lieber stumm und mischen sich erst gar nicht in die Diskussion ein. Sie wollen schließlich nicht auffallen und deshalb dann gefressen werden. 
 
Doch auch diese Weihnachtsgeschichte geht gut aus. In dieser Nacht spüren die Tiere sehr schnell, dass DIESE Familie eine besondere Familie ist und dass das, was in dieser besonderen Nacht geschieht, ALLE und ALLES verändern wird. Mit den versöhnlichen Worten des Esels endet die Geschichte: „Er wird diese harte Welt verwandeln. Ich glaube, bei mir fängt es schon an. Ich auf jeden Fall schenke ihm meinen Futtertrog und noch viel mehr. Das ist zwar unser Stall hier, er aber ist der Herr der Welt.“
Wir hoffen, es hat allen genauso viel Spaß gemacht wie uns und dass wir auch 2020 erfahren, was der Esel wohl in der Heiligen Nacht gedacht hat.
 
Euer Krippenspielteam

 

Weihnachtsaktion der Jugend

 

Bei der diesjährigen Weihnachtsaktion wurde mal wieder fleißig gefaltet und gebacken. Alle waren mit Elan dabei - die Plätzchen wurden richtig lecker und die gefalteten Werke ein Sinnbild weihnachtlicher Dekoration.

 

Alle hatten riesigen Spaß dabei, und so verbrachten wir gemeinsam eine besinnliche Zeit. Und wir erhielten auch unsichtbaren Besuch: Der Nikolaus hat uns Geschenke vor die Türe gelegt! 

 

Alles in allem verbrachten wir gemeinsam eine echt spaßige Zeit und freuen uns auf die nächste Aktion mit vielen Kindern. 

Kath. Kirchengemeinde

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